Wann ist ein Traumata ein Traumata

Aktualisiert: Mai 21

…gerade aus aktuellem Anlass, durch die Coronapandemie, war es mir wichtig dieses Thema aufzugreifen.

Da wir nun schon länger als vier Wochen mit diesen ungewöhnlichen und doch eingreifenden Massnahmen zu tun hatten und diese noch immer unser Verhalten begleiten, macht dies etwas in unserem Neuronennetzwerken. Viele Menschen tragen Ängste in sich und reagieren über, es kann zu Flashbacks kommen, da im Neuronensystem schon eine Erinnerung mit schmerzhaften Imprints aus der Vergangenheit abgespeichert wurde.

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Was genau verstehen wir unter einem emotionalem Traumata?

Hierbei handelt es sich um eine teifgreifende seelische Verletzung, wobei der/die Betroffenen masiv überlastet waren, - mit einer Situation, einem Geschehen oder eben einer Erfahrung.

Es äussert sich als Gefühl völliger Hilflosigkeit gepaart mit grossen Ängsten, körperlichen Spannungszuständen und Unsicherheit. Stecken wir in einer traumatischen Situation, ist unsere Wahrnehmung stark beeinträchtigt, wie eine schützende Betäubung legt sich der Schleier über uns.

Ein emotionales Trauma kann durch Selbsterfahrung einer aussergewöhnlichen Bedrohung entstehen, oder Sie sind als Dritter mit einbezogen, quasi als Zeuge, beispilesweise nach einem Unfall, der Tod eines nahen Menschen, Verlust von Eigentum oder ganz „banal“ Ihr Haustier stirbt, Naturkatastrophen, Flucht oder eben wie wir es gerdae mit Corona erleben. Kontaktverbot, Abstand halten, Quarantäne.

Es handelt sich immer um extrem belastende Ereignisse, die mit überraschender Wucht auf uns zu rollen.


Was können wir tun?




Ob dieses Erleben ein Trauma in uns auslöst, hängt von unserer Resilienz ab, von den Ressourcen, Wieviele Ängste tragen Sie in sich? Wie oft wurden diese schon bestätigt?

Es steht im Kontext zu Ihren eigenen Erfahrungen mit den jeweiligen Umständen und den daran beteiligten Menschen - von der Hilfe die Sie erfaheren haben, oder eben nicht.

Ein weiterer Aspekt eines emotionalen Traumatas ist wie oft musste meine Seele das schon erleben, wie tief sind die Wunden?

Handelt es sich um eine zufällig einmalige Erfahrung, vielleicht durch Hochwasser, Feuer, Existenzangst, Infektionen…oder kehrt die Gewalt in regelmässigen Abständen wieder?

Beispielsweise durch heroische Erziehungsmassnahmen, häuslicher Gewalt, angstauslösenden Situationen, durch das zufügen von aktiven körperlichen Schlägen und/oder sexueller Gewalt, das androhen und ausnutzen einer schutzlosen und ungeschützen Lage/Situation.

Immer dann wenn dem Kind ein Gefühl von ungewollt, ungeliebt, überflüssig und Wertlosigkeit vermittelt wird - setzt dies ein emotionales Trauma. Geborgenheit, Sicherheit und Zuneigung fehlen gänzlich.

Physisch und Psychisch führt ein Traumata den Körper temporär auf die höchste Alarmstufe, extremer Stress und Spannungszustände dehnen sich aus, Ohnmacht macht handlungsunfähig - der Mensch gerät in eine Starre und Verlorenheit. Verwirrung zeigt sich, Ticks, Schafstörungen, Kontrolle und Zwänge, Schuld und Wut kommen hinzu. Alles Massnahmen unserer Seele um irgendwie mit dieser extremen Situation zurechtzukommen



Wie gehen wir damit um?













Die gute Nachricht ist, je nach schwere des emotionalen Traumata, haben Fachleute die Möglichkeit es zu mildern oder gar zu lösen. Negative Folgen sind umkehrbar.

Das erkennen durch das Selbstwirksamkeitsprinzip. Sofern es der Person möglich ist, möglichst viele eigene Entscheidungen treffen lassen. Was ist gerade mein Bedürfniss? Nein sagen und rechtzeitig abgrenzen. Hilfe von Aussen annehmen, professionelle Hilfe annnehmen, ganz wichtig ist Resilienz rechtzeitig stärken. Vor allem bei pysikalischen Traumatas Reflektion anstelle Kompensation, um Wiederholung soweit es geht zu vermeiden.


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Quellennachweis Photos _ Unsplash amy-shamblen, simon-launay-GvUnmH_UNU0, max-di-capua


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